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JAKOBS ZAUBERHUT

Jakob's Zauberhut
inspiriert von einer Geschichte des israelischen Autors David Grossman

für Kinder ab 3 Jahren


Die Geschichte
Jakob hatte Geburtstag - oder war es Weihnachten? - und kann abends nicht einschlafen. Auf dem Kopf hat er den neuen Zauberhut und an der Wand hängt das neue Urwaldbild mit dem Löwen. Der Löwe weint, weil er sein Löwenkind vemisst. Jakob klettert in das Bild hinein und verspricht, zu helfen.
Er trifft auf eine Horde Affen, die ihre Kokosnuss suchen. Jakob verspricht, zu helfen.
Er trifft eine Schlange, die Medizin für ihre Magenschmerzen braucht. Jakob verspricht, zu helfen.
Er trifft einen Bären, der nach Honig jammert. Jakob verspricht, zu helfen.
Er trifft eine Biene, die keine Blumen mehr findet. Jakob verspricht, zu helfen.
Und dann sitzt er in der Wüste und weiß nicht mehr weiter. Auch der Zauberhut bleibt leer. Doch als seine Tränen in den Hut fallen, wächst in der Wüste eine große Blume.
So kann die Biene wieder Honig machen. Der Bär bekommt was ab und gibt Medizin für die Schlange her. Die Schlange drückt die Kokosnuss heraus und die Affen verraten endlich, wo das Löwenkind steckt.
Und zu guter Letzt kann Jakob endlich einschlafen.


Spielweise
Auf der Bühne Jakobs Zimmer als Tischbühne. Der Erzähler knüpft den Kontakt zum jungen Publikum, er erzählt von sich, von seinem Vater, von einem bestimmten Tag. Er kann in alle Rollen hinein und auch aus ihnen heraus schlüpfen und immer den Kontakt zum Publikum halten.
Wenn Jakob in das Bild geklettert ist, wird die Bühne umgedreht und nach der Machart von "Pop-Up-Bilderbüchern" entfaltet sich eine Urwald-Phantasie-Landschaft, die Schritt für Schritt zur Wüste wird.

Es handelt sich im Grunde um eine Gute-Nacht-Geschichte. Thema ist das "Abendritual", ein gut bekannter Konfliktherd, der immer wieder zu den kuriosesten und rührendsten Kompromissen, oder auch Eklats führt. .
Es gehört zu unserem Abendritual, dass der Vater (das ist natürlich auch der Erzähler) Einschlaflieder auf dem Cello vorspielt.
Wichtig ist uns der psychologische Efekt der Doppelung: Jakob bringt seinen Vater zur Verzweiflung, weil er einfach nicht einschlafen will und "entfernt" sich damit von ihm. Bevor er zur Ruhe kommen kann, muss dieser Konflikt gelöst werden. Das geschieht, indem er sich in seiner Phantasie ein Ebenbild schafft - den kleinen Löwen - und dieses mit den Eltern vereint.
Das Ein- und Aussteigen in und aus Bildern ist bei uns auch in anderen Stücken schon vorgekommen, weil uns der Aspekt des Bildnerischen bekanntermaßen in ganz besonderem Maße interessiert. So auch hier. Wir wollen mit der Vorstellung spielen, dass ein Bild in seinem Rahmen ein Ausschnitt ist. Die Frage wird interessant, was wir denn alles sehen könnten, wenn diese Eingrenzung verschwunden wäre. Wenn Jakob also in das Bild hineingestiegen ist, dann werden wir neugierig sein, was er dort vorfindet. Sehr sinnlich eindeutig wird dann die Bühne umgedreht und die neue Szenerie wird sichtbar. Ein weiterer Aspekt unserer Geschichte ist die "Verzettelung". Jakob verliert sich völlig in unterschiedlichen Begegnungen. Als dann die Orientierungslosigkeit in Verzweiflung umschlägt kommt endlich Rettung in Sicht. Das systematische "Aufräumen" (alle "Zwischengeschichten" werden zurückgeblättert und fertig gespielt) ermöglicht die Erlösung und natürlich wird am Ende alles gut.

Viel Musik, z.T. life auf dem Cello begleitet die Geschichte.

Zu diesem Stück ist ein kurzer Demo-Filmclip von ca. 3 min. verfügbar.
klicken Sie mal rein:


Stück:
Gebhardt-Seele / Kirsch
Ausstattung, Spiel:
        M.Nöck Gebhardt-Seele
Regie: Peter Kirsch
Musik: Elmar Vibrans
Ausstattungsassistenz:
        Lena Ermgassen


Spieldauer:
ca. 45 min.
Aufbauzeit: 2 Std.
Abbauzeit: 1,5 Std.
Bühne: 4,5m breit, 3m tief, 2,3m hoch
Bei ebenerdiger Bestuhlung ist ein Podest erforderlich / Bei ebenerdigem Spiel sitzen die Kinder am besten auf dem Boden.

 

Diese Produktion wurde
gefördert von:

Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

gesponsert von:

                                          

PSD Bank Braunschweig   

 

PRESSE

Badisches Tagblatt 14.04.2011

Eine zauberhafte Traumgeschichte für die Kleinen
... in ruhigen Bildern erzählt und inszeniert er seine zauberhafte, musikalische Traumgeschichte ...
... Die Musik von Elmar Vibrans untermalt stimmungsvoll-stimmig die Figurencharaktere, während das Cello in die Handlung integriert ist. Diese wurde so kindgerecht in aussagekräftige Bilder gefasst, ...

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Badische Neueste Nachrichten 14.04.2011

Spannende Rettung eines Löwenbabys
... Die Dynamik des Stückes ist nicht auf die Bühne beschränkt, die Rollen im Einmannstück sind verteilt. Mal ist sie Agitationsmittelpunkt des Spielers, mal betrachtet er sie von außen, wird zum Erzähler oder Cello spielenden Sänger, mal flitzt Nöck Gebhardt-Seele mit einer Biene auf dem Cellobogen aufgeregt durch die kreischende Kinderschar...
... Die anwesenden Kindergärtnerinnen zeigen sich beeindruckt, wie mit einer Geste des Puppenspielers die kurzfristig außer Rand und Band geratenen Kinder wieder gebannt ins Geschehen einsteigen...

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Braunschweiger Zeitung - Kultur 21.11.2005

Einschlafen? Ja, aber erst will noch die Welt gerettet sein
"Jakobs Zauberhut" im Theater Fadenschein

Von Harald Likus

Erst mag das Kind nicht einschlafen. Am Ende schläft es doch. So gewöhnlich, ja allabendlich der Rahmen des Figurentheater-Stücks "Jakobs Zauberhut" auf den ersten Blick ist, so ungewöhnlich ja phantastisch entwickelt sich die Geschichte selbst.
Am Braunschweiger Figurentheater Fadenschein ist Michael Gebhardt-Seele ein wunderbares Einpersonen Stück für alle ab drei Jahren geglückt. Am Samstag gab's die eifrig beklatschte Premiere. Mustergültig einfallsreich und selten stringent ist das Stück. Es nimmt sich nicht zu ernst und ist trotzdem nie albern. Leicht und locker, uneitel und bemerkenswert souverän geht Gebhardt-Seele mit der Jakob-Puppe und dem Cello, mit dem trickreichen Bühnenbild und nicht zuletzt mit seiner Stimme um.
Frei nach einer Geschichte des israelischen Autors David Grossman geht es um den Jungen Jakob. Vergeblich versucht der Vater ihn in den Schlaf zu singen Nein, Jakob muss schon noch seinen Zauberhut aufsetzen und ein bisschen die Welt retten für die rechte Bettschwere. Und die Welt ist eine Kettenreaktion. Das heißt, dass derjenige der ein Löwenbaby wieder der Löwenmama zuführen möchte vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt oder auch von den Affen auf die Schlange auf den Bär auf die Biene. Nein wir wollen jetzt nicht nach erzählen, was Jakob alles sucht und findet. "Aber da war nichts - oder doch?" so heißt es immer wieder. Nebenher gewinnt er manche Erkenntnis. Er und seine vielen verzückten neuen Freunde im gut gefüllten Fadenschein-Theater.