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Der Kitzelkönig - eine göttliche Abenteuerreise


Die Vorstellung "Der Kitzelkönig" am Mittwoch 28.11.2018 um 15:00 Uhr findet als Benefiz-Veranstaltung für UNICEF statt. Die Spieleinnahmen abzüglich Honorare für die Servicekräfte gehen zu 100% an UNICEF.

Nothilfe:
In Krisengebieten sind vor allem Kinder auf rasche humanitäre Hilfe angewiesen. Krankheiten, verschmutztes Trinkwasser und Mangelernährung sind für sie schnell lebensbedrohlich. UNICEF kümmert sich um Zusatznahrung für Kinder, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und einfachen sanitären Anlagen sowie um Medikamente und Impfstoffe. Auch Notschulen, Spiel- und psychosoziale Betreuungsangebote gehören seit vielen Jahren fest zum Nothilfeprogramm von UNICEF. Die Kinder gewinnen Abstand zu ihren schrecklichen Erlebnissen und erhalten Unterstützung, um wieder nach vorn schauen zu können. In Katastrophengebieten gehen Kinder oft zunächst in Zeltschulen wieder zum Unterricht.
Nach und nach unterstützt UNICEF auch den langfristigen Wiederaufbau mit dem Ziel, dass jedes Kind wieder zur Schule geht.


© Foto: UNICEF/UN041533/anonymous
Die meisten Mittel – über eine Milliarde – werden für lebensrettende Maßnahmen in Syrien und den von der syrischen Flüchtlingskrise betroffenen Ländern Ägypten, Irak, Jordanien, Libanon und Türkei benötigt. Diese Gelder sind für sauberes Trinkwasser, Impfungen, Bildung und Kinderschutz bestimmt. Um Frauen und Kinder auf der Flucht nach Europa besser zu schützen, hat UNICEF auf den Fluchtrouten kinderfreundliche Orte eingerichtet, stellt Wasser, Hygieneartikel und Kindernahrung bereit, verteilt warme Kleidung und schult Helfer.
 


Foto: Günter Wolters

 

Der Kitzelkönig
Eine göttliche Abenteuerreise
für Kinder ab 4 Jahren                    

von Hanne Weyh
nach einer Erzählung von Murat Günak in Zusammenarbeit mit dem Theater Fadenschein

Unter einem Kirschbaum in einem fernen Land sitzt Mikail und hütet seine Schafe. Der Junge träumt in den abendlichen Sternenhimmel und fragt sich, ob es noch mehr gibt als das, was er bereits kennt und manchmal hat er das Gefühl, dass es da oben etwas ganz Besonderes gibt. Da rauscht ein geheimnisvolles Wesen heran - genannt "Immerda"- mit einem bunten, trommelnden und klimpernden Gefolge, seinen Kobolden, einer geheimnisvollen Feder und Rebekka. Dieses kleine, furchtlose Mädchen ermutigt Mikail sich mit ihnen vertrauensvoll auf Abenteuerreise zu begeben. Dabei erleben sie viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen und Gewohnheiten.
Und was ist mit seinen Schäfchen…?

 


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Genau wie das Fadenschein-Kultstück "Taramor" verzaubert "Der Kitzelkönig" mit liebevoller Ausstattung, atmosphärischen Bildern und stimmungsvoller Musik das kleine und große Publikum. Auch diese Erzählung entführt in eine ferne Welt - diesmal mit verschieden Glaubensrichtungen, die letztendlich so verschieden gar nicht sind

 

Text und Regie: Hanne Weyh
Musik: Elmar Vibrans
Spiel:
Hanne Scharnhorst, Nöck Gebhardt-Seele Figuren: Hanne Scharnhorst
Bühne: Nöck Gebhardt-Seele, Bärbel Rabold
Kostüme: Bärbel Rabold
Sprechtraining: Karla Mehrtens

Für Veranstalter:

 Spieldauer: ca. 55 min
 Aufbauzeit: ca. 4 Std.
 Abbauzeit: 1,5 Std.
 Bühnenmaße:
  7m breit, 4m tief, 2,7m hoch

Der Bühnenraum muss schwarz sein (Black Box).
Der Raum muss abgedunkelt sein .

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne bei der Anordnung der Zuschauersitze.


Diese Produktion wurde gefördert von:


Dr. Kurt und Ruth
Gahnz Stiftung



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Ein Stück entsteht:
Produktionsbericht
"Der Kitzelkönig-
Eine göttliche Abenteuerreise"


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Seit Januar 2018 arbeiten wir mit Fiebereifer an der Inszenierung. In der Werkstatt entsteht die Ausstattung, die ersten Proben fanden statt und beinhalteten interessante Experimente mit einer Feder!

  

  

Thema "Religionen"
Da das vorgenommene Thema sehr komplex ist, wurde entschieden, die Produktion in zwei Abschnitte zu teilen: Im Jahre 2017 ging es lediglich darum, das Thema zu recherchieren und den Stücktext zu entwickeln. Im Jahre 2018 folgt dann die Inszenierung als Folgeprojekt.
Das Team für Phase 1 in 2017 bestand aus Murat Günak, Hanne Weyh, Hanne Scharnhorst und Nöck Gebhardt-Seele. Die ursprüngliche Idee von Nöck Gebhardt-Seele begann im Gespräch mit Murat Günak Wurzeln zu schlagen (anknüpfend an das sehr erfolgreiche gemeinsame Projekt "Taramor"). Dieser verfasste daraufhin einen Entwurf für eine Vorlesegeschichte, die für die weitere Arbeit als Grundlage diente.
Es stellte sich schnell heraus, dass es zusätzlich jemanden braucht, der aus diesem Text ein Theaterstück schreiben kann. So ist die Vereinbarung mit der Drehbuchautorin Hanne Weyh zustande gekommen, die letzten Endes für den Stücktext verantwortlich zeichnet.

Die Reaktionen auf unser Projekt sind bereits im Vorfeld interessant und sehr unterschiedlich: Viele Menschen reagierten sehr positiv auf das Thema, vor allem sämtliche unserer "Experten", die allesamt sehr interessiert und aufgeschlossen waren und in hohem Maße zur Kooperation bereit. Wir wurden aber auch mit viel Skepsis konfrontiert. Das Thema "Religion" stößt in bestimmten Kreisen der Gesellschaft auf starke Ablehnung ("Religionen behindern die Selbstbestimmung" "… verkaufen die Menschen für blöd" "… werden immer wieder als Begründung für Grausamkeiten verwendet" "… sind Opium für das Volk" "… beleidigen den Intellekt" "… sind verbohrt und verkniffen" "… sind nicht zeitgemäß" und Ähnliches mehr). Man unterstellte uns auch schnell missionarische Ansätze. Solche Art von Argwohn hat unter Umständen auch verschiedene Förderpartner beschäftigt, denn unsere Anträge stießen auf unerwartet viel Ablehnung.


Unsere Beschäftigung mit dem Thema brachte uns selbst neue Erkenntnisse und bestätigte uns immer wieder die Wichtigkeit bis hin zu dem provokanten Statement
"wer sich dem Thema Religion verweigert, begünstigt Extremismus".

 

Das Thema Religionen ist nun nicht nur sowieso sehr komplex, sondern unser Anspruch, das Thema für Kinder ab 4 Jahren aufzurollen stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Schnell waren wir uns im Team einig, dass es nicht um ein Lehrstück geht und dass wir bei Weitem nicht alles erzählen können, was wir entdecken und was uns am Herzen liegt. Zum Ende dieser Entwicklungsphase verständigten wir uns dann auch auf einen neuen Stücktitel: "DER KITZELKÖNIG - Eine göttliche Abenteuerreise" Eine Abenteuerreise also, in der wir versuchen, die Erlebenswelt unseres Zielpublikums im Visier zu behalten und Begegnungen mit Neuem zu erzählen. Beschäftigt haben wir uns mit Christen, Juden, Muslimen und Buddhisten. Ansonsten könnten wir nun ganze Bücher füllen mit inhaltlichen Diskussionen, die teilweise durchaus sehr kontrovers verliefen. Die "abrahamischen" Religionen ähneln sich in Vielem und schnell gelangt man zu der These, es handele sich "doch immer um den selben Gott", so schien es notwendig, zumindest eine spirituelle Richtung zu betrachten, die ohne Gott auskommt. Für den Buddhismus haben wir uns hierzu entschieden, da er auch bei uns mehr und mehr Anhänger findet und als einigermaßen bekannt vorausgesetzt werden darf.

Besonders spannend waren jeweils unsere Gespräche mit den "Experten". Zu allen Richtungen waren wir bemüht, Gesprächspartner zu finden, die sich einerseits als Gläubige zeigen und ihre Religion ernst nehmen, die aber andererseits über Offenheit und Toleranz gegenüber Andersdenkenden verfügen. Sehr hilfreich war bei dieser Suche das Dialogwerk Braunschweig (Haus der Familie). Wir stießen dann z.B. auf den Verein "Abrahams Kinder e.V." in dem sich Brauschweiger Muslime, Juden und Christen treffen, oder das "Haus der Religionen" in Hannover. Wir bekamen Kontakt zu der Internetplattform www.religionen-entdecken.de. Wir sprachen mit muslimischen Frauen (mit und ohne Kopftuch) und mit muslimischen Freunden. Wir sprachen mit LehrerInnen, Kindergärtnerinnen und kirchlichen VertreterInnen aus dem christlichen Bereich (z.B. Kerstin Pustoslemsek - religionspädagogische Fachberaterin KiTas, evangelische Landeskirche Braunschweig-Wolfenbüttel). Wir sprachen mit buddhistisch orientierten Menschen und einem buddhistischen Abt (Randolph Pleske - Yun Hwa Sangha Deutschland e.V). Mit Juden taten wir uns etwas schwer, da wir in Braunschweig immer wieder auf den Namen von Frau Wagner-Redding stoßen (Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Braunschweig), die von allen als kompetente Gesprächspartnerin benannt wird, aber entsprechend nie Zeit hat. Dafür hatten wir einen Wissenschaftler (Historiker) zu Gast, der sich intensiv mit dem Judentum beschäftigte (Jörg Munzel). Hilfreich waren uns auch diverse Bücher (nur einige Titel: Navid Kermani "Ungläubiges Staunen", Helmuth von Glasenapp: "Die fünf Weltreligionen", Maria Elisabeth Straub: "Das Geschenk", Elmar R. Gruber / Holger Kersten: "Der Urjesus", Christopher Hitchens: "Der Herr ist kein Hirte - Wie Religion die Welt vergiftet", Der Spiegel - Heft 13 26.3.16).
Nicht so sehr die wissenschaftlich vollständige Recherche stand aber für uns im Vordergrund, sondern die eigene Debatte und die Auseinandersetzungen im Freundes- und Bekanntenkreis. In zahlreichen Arbeitstreffen wurde das Thema behandelt und bis zu einem Stücktext weiter entwickelt. Die Arbeitstreffen von jeweils mehreren Tagen begannen im Februar 2017 und fanden in der Regel im Theater Fadenschein in Braunschweig statt. Die Treffen im Herbst hatten dann bereits technische Experimente, Modellbau und Inszenierungsideen zum Inhalt (z.B. experimentierten wir mit Helium-gefüllter Plastikfolie für die Figur des Immerda - später leider komplett verworfen), auch erste Kontakte mit dem Musiker Elmar Vibrans fanden statt. Telefonate und Mails ergänzten den Prozess. Bevor die Fadenschein-Spieler ins Weihnachtsprogramm abtauchen mussten, wurde die Arbeit zu aller Zufriedenheit mit einem (vorerst) fertigen Stücktext abgeschlossen.
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