Home  
 
 
Vorwärts  
Rückwärts  

Feierlicher Festakt:
Theater Fadenschein in Kooperation mit dem Städtischen Museum Braunschweig
Die legendären Harro-Siegel-Marionetten des Museumsarchivs werden entpuppt

Sonntag 16.10.2016 15:00 Uhr

Ort: Städtisches Museum Braunschweig, Altstadtmarkt 7

Eintritt: 6,- €

.

 

Begrüßung und Vortrag:
Heidemarie Anderlik, Museumsdirektorin des Städtischen Museums

Grußworte:
Hanne Scharnhorst, Künstlerische Leiterin WEITBLICK-Festival, Theater Fadenschein

Zeitzeugin:
Beate Ebbeke, Schülerin von Harro Siegel und Mitglied in seinem Ensemble, Mitglied im Freundeskreis Theater Fadenschein e.V.

Musikalischer Rahmen:
Musiker der Städtischen Musikschule, Braunschweig

Marionettenspiel:
Figurentheater Miriam Paul

Dauer: 60 Minuten
.
.

1957 rief Harro Siegel, langjähriger Lehrstuhlinhaber der heutigen Braunschweiger Hochschule für Bildende Kunst, ehemalige Werkkunstschule und Meister des Marionettenspiels, die "Woche des internationalen Puppenspiels" ins Leben. Die Idee des Austausches, des Voneinanderlernens der Puppenspieler rund um den Erdball, war geboren. Mit WEITBLICK setzt das Theater Fadenschein diese Tradition fort und zusammen mit dem Städtischen Museum Braunschweig wird nun ein kleines zeitgeschichtliches Juwel der Puppenspielkunst dem Publikum zugänglich gemacht.
Seit gefühlten 100 Jahren liegen die Marionetten des Stückes "Ti und Hapschisut" von Harro Siegel im Dornröschenschlaf. Nun wird diesen Paketen beim Entpuppen zur Hand gegangen und dem toten Material Leben eingehaucht. Denn das ist das eigentliche Kunststück der Marionetten: ihr Lebendigwerden, ihr Lebendigsein durch die Fäden, sogar trotz der Fäden (zeit online).

Harro Siegel wurde 1900 in Kassel geboren. In Braunschweig gründete und betrieb er neben seiner Lehrtätigkeit ein städtisches Marionettentheater, seit 1956 ging er mit selbst entworfenen und eigenständig gebauten Marionetten in Deutschland und Europa mit seinem Ensemble auf Tournee. Seine Figuren befinden sich heute in Museen, z.B. in der Puppentheatersammlung der Stadt München, im Münchener Stadtmuseum, im Landesmuseum Kassel, im Museum für PuppentheaterKultur Bad Kreuznach, im Marionettentheater Stockholm sowie in Privatbesitz.

Sein künstlerisches Credo: "Die Figuren haben die Möglichkeit, uns eine Welt des Übersinnlichen und Traumhaften zu erschließen, um Dinge zu zeigen, die in einer Darstellung durch Menschen nie jene Echtheit haben können, die sie als Marionetten erreichen."

.