Vom Kirchturm kann man die Zugspitze sehen
Dokumentarisches Theater mit Objekten über das Leben an Orten, wo alle immer nur durchfahren.
Da ist die Struktur im strukturarmen Raum. Das Dorf ist für manche Heimat, eigentlich für die meisten. Also für die, die noch da sind und für die, die immerhin kommen um die Eltern zu besuchen. Wenn Platz im Gefrierschrank ist, wird geschlachtet. Wenn man singt, dann nicht, weil es schön klingt, sondern weil es sich richtig anfühlt. Das Kind vom Pfarrer kann nicht Rollschuh laufen und wird es auch niemals lernen. Aber das ist kein Problem, denn der Bus kommt ja um 7:24 Uhr.
30 Jahre nach dem Ende der DDR blickt „NOR.“ auf den Stand der Dinge in einem thüringischen Dorf.

Idee, Realisierung und Spiel: Josephine Hock

Erwachsene und Jugendliche
55 Minuten

Das Video zum Stück

www.josephinehock.de/

“ Josephine Hock hält fast eine Dreiviertelstunde lang die darstellerische Spannung und damit auch die Aufmerksamkeit ihres Publikums. Sie kann Komik, mädchenhaft, bierernst und saukomisch – und sie kann: Pausen. Sie hat ein überaus feines Sensorium für Stille, für die unausgesprochene Frage im Raum: Ist das jetzt so auf dem Land oder ist das eine Pointe?“

– aus der Jurybegründung zum 1. Platz beim Freisprung Festival Rostock 2019