Das WEITBLICK 2022 – Aperitif:

Transfiguration

 

Die unerfüllte Sehnsucht eines Malers und Bildhauers, seiner Schöpfung Leben einzuhauchen. In einer Geste der Verzweiflung formt er Lehm auf seinen Kopf, vergräbt sich in dem Material, löscht seine Identität aus und wird zu einem lebendigen Kunstwerk. Doch das Material macht ihn blind und er ist gezwungen, nach innen zuschauen, in die Tiefen seiner selbst. In einer faszinierenden Performance wechselt Sagazan auf der Bühne die Identitäten vom Menschen zum Tier und vom Tier zu verschiedenen Mischwesen. Er durchbohrt, verwischt und entwirrt die Schichten auf seinem Gesicht in einer rasenden Suche nach neuer Essenz und Form. In diesem Zusammenhang hat er erklärt: „Ich bin verblüfft, wenn ich sehe, in welchem Ausmaß die Leute denken, es sei normal oder sogar banal, lebendig zu sein“. In Transfiguration gibt er dem Begriff des Lebens eine neue Bedeutung und bietet einen fesselnden, beunruhigenden und aufrüttelnden Einblick in ein alternatives Selbstsein, das keinerlei Hemmungen unterliegt.
„Transfiguration“ entstand 1998, seither mehr als 300 Aufführungen in 25 verschiedenen Ländern.

 

Olivier de Sagazan
Spieler: Olivier de Sagazan | Regie: Olivier de Sagazan
50 Minuten
Erwachsene

www.olivierdesagazan.com
www.fadenschein.de

Gefördert durch:
Das Institut français und das französische Ministerium für Kultur / DGCA, im Rahmen von Objets & Marionnettes, Fokus 2021